Arbeitsrecht

Aktualisiert: Mai 20

Es gibt kein einheitliches Arbeitsgesetzbuch, vielmehr ist das deutsche Arbeitsrecht in Einzelgesetzen geregelt. Neben den gesetzlichen Regelungen finden sich als Rechtsgrundlage das Arbeitsrechts Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Arbeitsverträge, Gesamtzusagen, betriebliche Übung sowie Anweisungen des Arbeitgebers.


Etwa 40 Millionen Personen sind derzeit in Deutschland aufgrund eines Arbeitsverhältnisses beschäftigt. Für viele dieser Arbeitnehmer stellen die Einkünfte aus ihrer Erwerbstätigkeit die wichtigste Einkommensquelle dar.


Individualarbeitsrecht

Bestimmungen des Arbeitsverhältnisses über:

  • Anbahnung

  • Inhalt

  • Übergang

  • Bedingung


Kollektivarbeitsrecht

  • Gewerkschaften

  • Arbeitsverbände

  • Einzelne Arbeitgeber

  • Betriebsräte

  • Personalräte


Der Arbeitsvertrag ist ein Unterfall des Dienstvertrages daher wird er im BGB geregelt. Die Besonderheit des Arbeitsvertrages in Vergleich zu einem normalen Dienstvertrag liegt in der persönlichen Abhängigkeit des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber. Auch eine mündliche Vereinbarung kann ein Arbeitsverhältnis begründen, allerdings empfiehlt sich immer die schriftliche Form.

In der Praxis finden sich häufig befristete Arbeitsverträge. Grundsätzlich ist die Befristung eines Arbeitsvertrages nur zulässig, wenn sich dadurch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist. Die häufigsten sachlichen Gründe sind:


  • Befristung aufgrund vorübergehenden Bedarfs, die nicht Kerngeschäft des Arbeitgebers sind

  • und Vertretung z.B. bei Elternzeit


Aber bei Neueinstellungen ist eine Befristung auch ohne Sachgrund bis zu zwei Jahren möglich. § 14 Teilzeit- und Befristungsgesetz



Hat man ein Recht auf Kostenerstattung durch den Arbeitgeber nach einem Vorstellungsgespräch?


Beispiel: Die Personalabteilung von A&A Consulting schreibt eine Stelle als Unternehmensberater/in aus. Es meldet sich Frau Anna, die mit der Personalleiterin einen Vorstellungstermin vereinbart. Frau Anna verlangt Ersatz der Fahrt- und Übernachtungskosten. Hat Frau Anna Anspruch auf Kostenersatz?


Ja, wenn der Kostenersatz zuvor nicht ausdrücklich im Einladungsschreiben ausgeschlossen wurde und Frau Anna trotz dieser Erklärung das Vorstellungsgespräch wahrnimmt.


Nach § 670 BGB hat der Arbeitgeber unabhängig davon, ob ein Arbeitsverhältnis zustande kommt oder nicht, dem Bewerben alle Aufwendungen zu ersetzen die erforderlich sind, um den Vorstellungstermin wahrzunehmen. Dazu gehören Fahrkosten, kosten für Verpflegung und angemessene Hotellkosten wenn man weit fahren muss.

Link: gesetze-im-internet.de/bgb/__670.html


A&A Consulting - Impressum - Datenschutzerklärung